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April 29, 2026 um 11:07 p.m. Uhr #1348

ChrisSpielerDer Blip hatte neben den direkten Opfern tatsächlich auch eine Kettenreaktion ausgelöst, deren vollständiges Ausmaß man aktuell vermutlich immer noch nicht absehen konnte. Man konnte vermutlich vom Glück sagen, dass zumindest in Atomkraftwerken so viele Mitarbeiter mit Kenntnissen eingespannt waren, dass es hier in keiner Konstellation zu einem ungeplanten ‚Leerstand‘ kommen konnte. Der Gedanke an pflegebedürftige Personen jedoch, die gerade ihre einzige Unterstützungsperson verloren, und vielleicht nicht einmal selbst Hilfe rufen konnten war in der Tat ein erschreckender Gedanke. Und sicherlich etwas, was durchaus auftreten konnte. Wie viele passive Opfer der Blip noch fordern würde, würde wohl erst in Zukunft wirklich klar werden. Für die X-Men war aber trotz eigener Verluste klar, dass ein solches Ereignis gerade die Unterstützung durch alle Kräfte erforderte. Auch, wenn man seinen eigenen Vorteil vielleicht hinten anstellen musste. Für die Mutanten an Xavier’s Institut, insbesondere den X-Men, war es also selbstverständlich, sich irgendwie nützlich zu machen. Man hielt fest an der Vision von Charles Xavier, dass Menschen und Mutanten gerade in schweren Prüfungen zusammen halten mussten, damit beide Spezies – sozusagen – überleben konnten. Und gerade für Jake stand dies außer Frage, denn der reptilienartige Mutant glaubte felsenfest an die Vision des Professors. Er hatte am eigenen Leibe erfahren können, wie positiv lebensverändernd ein bisschen Hilfe zum richtigen Zeitpunkt sein konnte. Denn eines war klar: Ohne Charles hätte Jake’s Leben einen deutlich anderen Verlauf genommen. Vielleicht wäre er einsam. Vielleicht wäre er in Schwierigkeiten geraten. Vielleicht hätte er sogar zum eigenen Überleben Gesetze übertreten müssen. Doch am Institut hatte er eine Perspektive bekommen. Zunächst was seine Ausbildung betraf, dann sogar aus beruflicher Sicht.
Jake nickte, als Rogers meinte, dass er froh war, dass Folgeunfälle am Institut ausgeblieben waren. „Abgelegene Lage half glücklicherweise auch ein bisschen.“ sagte er. „Aber ja … was in den Städten los war … furchtbar. Wir alle hatten angst vor amoklaufenden Personen mit Kräften oder der Atombombe. Das da draußen eine solch destruktive Kraft lauert …“ – er seufzte und schüttelte kurz betroffen den Kopf – „… das hat vermutlich all unsere Vorstellungskraft übertroffen.“ meinte er. „Umso wichtiger, dass wir gerade jetzt alle zusammen halten. Ich habe die Hoffnung, dass diese Tragödie wenigstens hier zu positiven Veränderungen führt. In der Zukunft. Denn … viele Konflikte, die überall kochten, erscheinen angesichts des Blips geradezu … unscheinbar absurd.“
Er winkte ab.
„Nun ja … blicken wir in die Zukunft, nicht in die Vergangenheit. – Sagte mal ein ziemlich kluger Wissenschaftler mit blauem Fell.“ meinte er und schmunzelte ein wenig.
Überrascht weiteten sich seine Augen ein bisschen, als Steve ihn auf sein Hilfsangebot zu einer kleinen Unterredung in einem gemütlicheren Setting einlud.
„Oh das … das wäre mir eine Ehre.“ sagte Jake und sein Lächeln wurde größer. „Sehr gerne, Captain.“ fügte er hinzu und nickte bekräftigend.
April 7, 2026 um 11:39 p.m. Uhr #1327
ChrisSpielerSie schüttelten die Hände. Und auch der Captain sagte sehr offen und freundlich, dass er sich freute, ihn kennen zu lernen. Aktuell blieb er jedoch noch ein bisschen formeller. Er merkte an, dass Jake vermutlich ein verdammt guter Hausmeister sein musste, wenn man ihn dafür herbeordert hatte. Nun hätte Nylund dem Captain sicher erzählen können, dass er tatsächlich zertifizierter Elektriker war. Vor noch nicht all zu langer Zeit hatte er die Ausbildung und Zertifizierung dank guter Kontakte über Abendschule und einem mutantenfreundlichen Betrieb, der dem Institut nah stand, absolvieren können. Für seine Hausmeistertätigkeit war dies nicht schlecht. Und auch dafür nicht, als das Institut damals eine große PV-Anlage und Energiespeicher aufbauen wollte. Um unabhängiger zu werden. Und wenn jemand aus den eigenen Reihen die Arbeiten durchführen konnte – insbesondere in den sensibleren Bereichen des Instituts – war dies natürlich eine gute Sache. Doch Jake war ziemlich bescheiden, weshalb er davon gar nichts anmerkte. Irgendwie würde er sich dann so fühlen, als würde er angeben wollen. Und das war nun ganz und gar nicht seine Art. Außerdem wusste Steve Rogers sicher gut genug, dass die Stadt definitiv niemanden ohne entsprechende Kenntnisse an so eine Arbeit lassen würde. Nicht einmal in den besonderen Zeiten, die gerade vorherrschten.
Doch gerade die Zeiten waren es dann, die Jake bei seiner eigentlichen Antwort auf die Bemerkung zu einem etwas selbstironischen Scherz verleiteten. Er schmunzelte also und lächelte. „Entweder ein verdammt guter Hausmeister …“, setzte er also an, „… oder man ist in der aktuellen Situation so verzweifelt, dass man wirklich jede noch verfügbare Hilfe wahrnimmt. Solange nichts in die Luft fliegt.“, scherzte er.
Er nickte dankend, als Steve meinte, dass er solch ein Hilfsangebot toll findet und fragte schließlich nach der Schule. Jakes Gesichtsausdruck wurde wieder ein wenig nachdenklicher. Ernster.
„Nun, ich glaube wir … hatten noch Glück im Vergleich mit anderen Bereichen“, sagte er also offen. „Sicher, wir haben ebenfalls … schmerzliche Verluste erlitten. Wie jeder. Es gibt viele, die wir vermissen müssen. Doch zumindest die Struktur selbst … wir waren gut auf solche Szenarien vorbereitet. Etwas abgelegen, weg vom Schuss des Chaos. Die Gebäude haben redundante Anlagen. Und dank einiger Mutantenfähigkeiten können wir doch noch das ein oder andere erreichen, was andere nicht können.“. Er nickte bekräftigend. „Wir schlagen uns durch, auch wenn die Welt sich auf den Kopf gestellt hat. Und passen uns an. So auch die Art und Weise, wie wir versuchen zu helfen. Die Mission der X-Men ist die selbe, nur die Ausführung eine andere.“. Er lächelte warm. Hoffnungsvoll.
„Wie sieht es bei den Avengers aus?“, fragte er dann. „Hoffe, das ist nicht zu indiskret. Kann man irgendwie … unterstützen?“
März 22, 2026 um 2:13 a.m. Uhr #1285
ChrisSpielerSteve’s Rückschlüsse waren absolut korrekt: der Grünling war kein Kanal-Alligator, sondern ein Mutant mit etwas viel Echse in seiner DNA. Aus Westchester. Friedlich. Und hatte definitiv ein blankes Polizeiregister. Ohne Scheu oder Vorurteil näherte sich der Supersoldat und reichte ihm die Hand, was Wave auch gleich mit einem freundlichen Lächeln annahm. „Jake Nylund“ stellte er sich kurz vor, während er die Hand schüttelte. „Einfach Jake reicht. Es ist mir eine Ehre, Sie zu treffen, Captain Rogers.“ sagte er mit einem aufrichtigen Nicken. Zugegeben: Steve war auch für Jake immer so ein bisschen Heldenfigur gewesen. Gerade Captain Americas moralische Vorstellungen deckten sich doch auch in einigen Punkten stark mit denen, die Charles Xavier immer für die X-Men im Sinn hatte. Und Nylund fand dies äußerst erstrebenswert. Er versuchte jedoch, nicht zu aufgeregt zu wirken, gerade von einem solchen ‚Promi‘ vor einem Überfall oder Kampf bewahrt worden zu sein.
„Genau! Aus Westchester“, bestätigte er also offen. „Genauer gesagt vom Xavier Institut. Ich wohne und arbeite dort als … naja … Hausmeister und manchmal auch irgendwie als Kummerkastenonkel“ erzählte er und schmunzelte über das letzte. Doch irgendwie war diese Rolle der Vertrauensperson seit dem Blip tatsächlich stärker in den Vordergrund gerückt. Viele hatten Familie, Freunde und Bekannte verloren. Das zehrte. Massiv. Und Jake war als guter und sympathischer Zuhörer bekannt. Vielleicht lag dies auch ein bisschen daran, dass er dank seiner aktiven Mutationskraft tief in alles hineinhören konnte und dank seines wechselwarmen Organismus vermutlich nicht ganz so schnell aus der Ruhe zu bringen war, wie ‚heißblütigere‘ Wesen.
„An der Schule sind wir glücklicherweise aktuell in vielen Dingen recht autark und haben beschlossen, angesichts der veränderten Lage nicht nur die Mutantenfähigkeiten der X-Men für das Gute einzusetzen, sondern auch individuelle Talente bereitzustellen, wo sie in der Stadt gebraucht werden. – Manchmal im Tausch gegen Dinge, die wir doch auch recht dringend brauchen, aber auch nur um irgendwie zu helfen.“ erzählte er also. „Deshalb war ich hier. Hatte heute einen kleinen Einsatz für die Stadt bei einem Trupp der NYPA, um einen Stromverteiler zu reparieren. Und … dank Ihnen bin ich glücklicherweise immer noch im Besitz des Ersatzteils welches wir dafür bekommen haben.“ Er deutete auf den Rucksack auf seinem Rücken.
März 16, 2026 um 6:45 p.m. Uhr #1265
ChrisSpielerEine Situation wie diese war immer brenzlig, denn eine perfekte Lösung gab es nicht. Eines war klar: Die beiden Angreifer waren zumindest nicht an Worten interessiert. Es gab also zwei Möglichkeiten: Möglichkeit Eins war eine deutliche Gegenwehr. Im Falle des reptilischen Mutanten also vermutlich eine Verteidigung mit Hilfe seiner Mutationsfähigkeit. Jake war durchaus in der Lage, seine Fähigkeiten wie eine Schallkanone einzusetzen. Doch abgesehen von seiner normalen Stimme konnte er selbst keinen Schall erzeugen. Er konnte nur vorhandene Schallwellen in seiner Umgebung umwandeln. Verstärken, verändern, unterdrücken. Doch für eine harte Gegenwehr musste entsprechend ein bisschen ‚Material‘ da sein, welches er kombinieren konnte. Und die Gasse war nicht all zu laut und selbst auf Hauptstraßen in der Nähe war der Verkehrslärm seit dem Blip selbst in New York City leiser geworden.
Die andere Variante war, dass er einfach seinen Rucksack aufgab. Was jedoch nicht unbedingt sicherstellte, dass die Angreifer nur mit der Beute verschwanden und nicht doch noch zustachen, um eine Verfolgung zu verhindern.
Gerade, als Jake diese beiden Möglichkeiten abwägen wollte, schallte die Stimme einer Dritten Person durch die Gasse. Sie klang ruhig. Mutig. Gefasst. Jake blickte zum Ursprung der Worte und erkannte ihn sofort: Steve Rogers. Captain America. Absoluter Nationalheld. Und vermutlich sogar weit darüber hinaus. Als er sich mit Faustschilden näherte war allein seine Präsenz genug für die beiden Kriminellen, blitzartig das Weite zu suchen. Das war dann wohl dieser Effekt den man meinte, wenn man sagte, dass jemandem der Ruf vorauseilte. Jedenfalls war die Gefahr aktuell gebannt. Mit dem Cap wollte sich verständlicherweise niemand so schnell anlegen.
Der Mutant atmete erleichtert auf und lies seine Hände langsam wieder sinken. Er blickte zu Captain America, lächelte ihm freundlich zu und nickte. „Wow … das war … perfektes Timing. Vielen herzlichen Dank, Captain! Schätze demnächst habe ich am Institut was zu erzählen.“ sagte er freundlich und sichtlich dankbar. „Die ruhigeren Seitenstraßen in dieser Gegend sind offenbar noch gefährlicher als früher“ kommentierte er.
November 24, 2025 um 11:41 p.m. Uhr #977
ChrisSpielerWas in Rushmans Kopf vor sich ging, konnte Jake natürlich nicht ahnen. Ihr eher zögerlich wirkendes ‚Hm‘ auf die eigentlich als zuversichtlich und aufmunternd gedachten Worte kam überraschend. Der Echsenmann neigte daher den Kopf ein wenig zur Seite, und sah Sarah mit einem erwartungsvollen Blick an. Er hoffte, dass sie diesen kleinen Laut noch ein wenig präzisieren würde, was sie kurz darauf auch tat. Zwar sprach sie ihren vollen Gedanken nicht so genau aus, aber inhaltlich brachte sie es doch so auf den Punkt, dass Wave ihr wieder folgen konnte.
„Oh … hm …“, meinte er zunächst und nickte dann langsam und verstehend. „… ja, ich glaube ich verstehe, was Du sagen möchtest.“, meinte er dann und dachte merklich über ihre Worte nach. Sie trafen ins Schwarze. Für die Morlocks änderte sich tatsächlich nicht so viel. Es war so, als hätten sie für diese Extremsituation immer schon trainiert. Was ihnen aktuell natürlich zweifelsohne Vorteile verschaffte. Ein bisschen kannte Jake ja auch die Welt der Morlocks und konnte daher gut nachvollziehen, was sie ihm sagen wollte. Hätte er nicht das Privileg gehabt, dass er eine fürsorgliche Ziehmutter erwischte und später ans Institut kam, dann wäre er vermutlich auch bei den Morlocks gelandet. Zugegeben: Er war ganz froh, dass er kein Teil dieser Welt wurde. Sicher: Er respektierte die Morlocks. Er fand auch beeindruckend, wie sie sich durchschlagen konnten. Und welch enges Bündnis sie untereinander hatten. Aber für sich selbst konnte er sich diese Welt nicht ganz so gut vorstellen. Er brauchte wahrlich nicht viel, aber am Institut zu wohnen und Abends in ein warmes Bett gehen zu können, das war schon ein gewisser Luxus, das konnte man nicht leugnen. Er hatte wirklich Glück damals.
Ein leichtes Lächeln huschte über seine Lippen, als sie wünschte, dass sie es schafften. Und riet, dass sie sich gut auf den Winter vorbereiten sollten. „Ich bleibe optimistisch“, meinte er und nickte. Sie hatten am Institut viele verschiedene Mutanten mit Fähigkeiten, die man in dieser Situation definitiv gut gebrauchen konnten. Sie würden es schon irgendwie schaffen. Heizen und Energie war vermutlich sogar ihr kleinstes Problem. Vorräte, ja, diese sollten sie definitiv noch etwas aufstocken. Nur zur Sicherheit. Für Wasser gab es zum Glück einen Brunnen, aber Nahrungsmittel brauchte man definitiv. Für Wärme hatte das Mansion zum Glück noch ein paar Kamine. Und im Ernstfall mussten sie wohl noch Bäume von ihrem Grundstück verfeuern. Wobei Jake hoffte, dass es nicht so weit kommen musste. Der Park am Institut war immerhin wundervoll. Lücken wären traurig, gerade bei den alten Bäumen. Aber wenn es ums Überleben ging und man keine andere Wahl hatte … Okay. Er versuchte die Gedanken beiseite zu schieben.
„Danke Dir, für die Wünsche. Wir werden definitiv nicht unvorbereitet in den Tag hinein leben, das kann ich versprechen“, meinte er und lächelte wieder leicht. Er seufzte kurz und atmete tief durch. „Werden spannende Zeiten… aber gut …. von meiner bzw. unserer Seite aus müsste es das gewesen sein. Ich danke Dir sehr für Deine Zeit und die Auskünfte. Auch im Namen von der aktuellen Leitung des Instituts. Wir wissen diese Partnerschaft wirklich sehr zu schätzen.“ Er legte sich kurz seine Hand an die Brust, um eine Geste des Dankes auszudrücken. Jedem anderen hätte er vermutlich die Hand gereicht, aber er wusste, dass Marrow körperlichen Kontakt nicht so gerne hatte.
„Gibt es denn noch etwas von Dir oder Eurer Seite? Egal was.“
November 4, 2025 um 1:30 a.m. Uhr #925
ChrisSpielerJake nickte. „Eins it is“, bestätigte er also und hörte dann still ihrer Antwort bezüglich Treibstoff zu. Und dass Geld aktuell wohl wenig von Nutzen war. Guter Punkt. Doch zumindest wusste der reptilische Mutant jetzt, dass die Morlocks auch bezüglich Treibstoff eine mögliche Quelle darstellen konnten. Und das war zumindest schon eine ganz wichtige Information.
„Prima, vielen Dank für die Info“, sagte er also höflich. „Aktuell sieht es wohl so aus, als kämen wir ohne hin, aber es ist gut, für Ernstfälle schon einmal eine Bezugsquelle zu wissen“, meinte er. „Und Du hast recht: Geld bringt aktuell in der Tat nicht so viel wie früher. Welche anderen Leistungen wir aber im Gegenzug dann anbieten könnten … mhh … da fiele mir aktuell recht wenig ein, was über unsere schon getroffene Vereinbarung mit der medizinischen Unterstützung und so weiter hinaus ginge. Aber ich bin mir sicher: Wenn wir Treibstoff brauchen, finden wir dahingehend sicherlich auch noch etwas, was Euch im Gegenzug dienlich sein kann.“ Er nickte erneut.
„Aktuell behalte ich mir lediglich diese Info im Hinterkopf. Wenn es spruchreif wird, darf ich alleine ohnehin nichts entscheiden. Dafür sind andere zuständig. Zum Glück. Ich bin hier nur der Bote“
Sarah hatte jedoch schon einen Vorschlag, was sie brauchen konnten. Jake sah noch kurz beeindruckt aus, als sie ausführte, was sie gerade vorbereiteten. „Ziemlich beeindruckend, wie schnell ihr seid. Respekt. Wirklich!“, meinte der Mutant also. „Hmm … gute Frage … ich meine irgendwo in Hanks Bereichen gibt es so ein Teil. Müsste ich dann aber abklären. Aber Treibstoff oder nicht: Falls wir so ein Teil haben, und können ein Teil für Euch darauf erzeugen, dann gerne melden.“. Er lächelte freundlich. „Ich werde das schnellstens Abklären, wie es damit aussieht und die Antwort beim Fahrrad einfach in eine Satteltasche stecken oder so. Oder noch einfacher: Eurem Kontakt mitgeben, wenn wir die anderen Sachen angehen“
Der Hausmeister des Instituts klang dabei recht optimistisch und atmete dann tief durch.
„Ich glaube wir haben alle schon ziemlich viel Scheiß überstanden, wir werden auch diese Herausforderung aushalten. Gemeinsam.“ Er kratzte sich kurz am Kinn. „Auf jeden Fall freue ich mich sehr, dass wir uns so offen austauschen. Vielen Dank auf jeden Fall nochmal dafür. Wir alle vom Institut wissen das definitiv sehr zu schätzen.“
September 29, 2025 um 12:04 a.m. Uhr #807
ChrisSpielerDer reptilische Mutant nickte. „Das klingt gut. Machen wir das so. Und selbstverständlich stehen euch unsere Tore immer offen. Wenn es irgendetwas gibt, was wir vielleicht noch für euch tun können, einfach Bescheid sagen. Und das mit den Verletzten und Kranken ist doch selbstverständlich. Auch in diesen Zeiten müssen wir Mutanten zusammenhalten.“ Er lächelte leicht. „Oh und … falls der Winter hart wird und wir trotz Einsparungen nicht durchkommen sollten … könntest du mir bitte noch eine Info geben, wie viel Treibstoff wir theoretisch abnehmen könnten für Diesel-Notaggregate? Falls ihr an so etwas auch ‚rangekommen seid, jedenfalls.“, fragte er. „Neben Sachleistungen können wir für diesen Fall selbstverständlich auch Geld anbieten. Aber ich muss zunächst mit der Leitung abklären, ob und wie viel wir benötigen und wie stark wir unsere Vorräte aufstocken müssen – oder was wir eventuell sogar über die Fähigkeiten einiger unserer Bewohner kompensieren könnten. Storm, beispielsweise, wird uns im Winter vielleicht gelegentlich mal ein paar Wolken wegschieben. Aber wir müssen noch sehen, wie sich die kürzeren Tage auswirken, also sichern wir uns dieses Jahr besser etwas stärker ab, bis wir für die Zukunft ein paar Erfahrungswerte haben.“
Marrow fragte nach einem Fahrrad, welches man in der Nähe des Bahnhofes verstecken könnte. „Das ist das geringste Problem“, meinte der Hausmeister des Instituts also nickend. „Leider haben wir davon noch einige im Keller stehen, dessen Besitzer …“. Er schwieg einen Moment, sein Gesicht wurde ernst. Er musste nicht weitersprechen. Sarah wusste sicherlich, was er sagen wollte. „Ich lege in unseren toten Briefkasten noch eine Karte mit der Position, wo ich Euch eines verstecke und ein Schlüssel für das Schloss. Auf der Karte schiebe ich die Markierung 4 Zentimeter weiter nach unten und 4 Zentimeter weiter nach rechts. Zur Sicherheit. Ziehe das wieder ab, und Du findest das wirkliche Versteck.“, beschloss er.
„Kommt ihr immer alleine? Theoretisch kann ich auch locker zwei entbehren, falls jemand mitkommt. Mit Gepäckträger dann vielleicht sogar bis zu vier, wenn man nicht gerade ein Riese ist.“, fragte er.
September 1, 2025 um 1:14 a.m. Uhr #730
ChrisSpielerJake wusste nicht, dass Marrow mit derlei Begriffen vielleicht ihre Schwierigkeiten hatte. Damals, als sie sich das erste Mal in jüngerem Alter begegneten, waren wohl beide ziemlich am Boden. Gut: Jake hatte wenigstens eine liebevolle Pflegemutter – inzwischen sogar Adoptivmutter –, wo er Sicherheit, Versorgung und einen Platz zum Schlafen und Zurückziehen finden konnte. Doch für den reptilische Mutanten gab es da immer die Angst davor, einmal ganz alleine zu sein. Und dann zwangsläufig den harten Überlebenskampf jeden und jeden Tag führen zu müssen. Dafür war er wohl nicht wirklich geschaffen. Das Institut war für ihn schließlich die beste Chance, die er ergreifen konnte. Und dass er dort nun auch eine sichere Arbeit und eine sichere Wohnung finden konnte, war das Beste, was ihm passieren konnte. Mehr noch: Er hatte dort Freunde. Kontakte. Vertraute. Zwar sehnte er sich manchmal auch nach etwas wie einer Beziehung, aber dass das bei seinem Äußeren vermutlich schwierig werden würde, war ihm ziemlich klar. Damit konnte er auch umgehen. Denn seine Freunde waren für ihn auch so etwas wie eine Familie, und er freute sich, dass er ein Teil davon sein konnte. Doch das war ein anderes Thema. Fakt jedoch: Aus seiner Perspektive wirkte das Leben der Morlocks wie etwas, was große Stärke erforderte. Aber Sarah wechselte das Thema, weshalb weitere ungewollte ‚Fettnäpfchen‘ gar keine Chance mehr hatten.
Als sie den Grund für das Treffen aussprach, bildete sich ein leichtes Lächeln auf Jakes Gesicht. „Oh, perfekt! Dann bin ich der richtige Ansprechpartner dafür. Ich habe ein bisschen Übersicht über unsere Möglichkeiten.“, meinte er und nickte. Er blickte sich kurz um. Überwiegend schienen sie hier immer noch recht alleine und abgeschirmt zu sein. Nur hier und da ein paar Geräusche, wovon einige vermutlich rein durch den Bahnhof und seine Abläufe als solches entstanden. Doch der Mutant ging lieber auf Nummer sicher und nutzte seine Fähigkeiten dafür, ihr Gespräch vor neugierigen Ohren oder Abhörgeräten abzuschirmen.
„Wir können übrigens ganz frei reden, rundherum wird keiner was verstehen. Nicht mal, wenn wir laut wären.“, sagte er zu Marrow mit einem kurzen Zwinkern. Sie wusste von seiner Fähigkeit und damit sicher auch, wie er das meinte.
„Um Deine Frage zu beantworten: Wir mussten einige Dinge am Institut auch auf Sparflamme umschalten, aber grundsätzlich stehen wir noch ganz gut da. Strom können wir selbst erzeugen und Hank hatte uns damals noch einen ziemlich großen Energiespeicher besorgt. Gerade zu dieser Jahreszeit ist es also kein Problem. Im Winter werden wir den Verbrauch auf das nötigste reduzieren müssen und vielleicht etwas für Notfälle brauchen, aber ich denke, dass wir bis Oktober sogar noch etwas Strom abgeben können, falls es etwas zu laden gibt oder so. Was das medizinische angeht: Jean ist inzwischen fast zur Vollzeit-Ärztin auserchoren worden. Wir sind auf jeden Fall bereit, Notfälle und andere Behandlungen zu übernehmen. Medikamente sind aber mitunter ein bisschen knapp. Ibuprofen haben wir noch ausreichend und auch ein paar stärkere Schmerzmittel. Kleinere OPs wären auch möglich mit unserem Equipment, Versorgung von Knochenbrüchen, Verletzungen. Das kriegen wir noch hin. Etwas knapp werden allerdings Mittel gegen Infektionen. Und Verbandsmittel hatten wir auch nicht viele auf Lager, das könnte also je nach Auslastung zur Mangelware werden. Achja: Der Pendelzug hier zwischen NYC und Westchester funktioniert ziemlich gut, man kommt von hier also noch recht gut ans Institut. Aber etwa 2-3 Meilen Fußweg vom Bahnhof aus. Fahrrad ist schneller.“
Jake nickte nach dem kleinen Bericht.
„Oh und … falls nötig könnten wir auch noch ein, zwei Gemeinschaftsunterkünfte anbieten. Schulbetrieb hat seit dem Blip abgenommen und … nun ja … leider sind ein paar Räume ja auch aus anderen Gründen frei geworden.“
August 21, 2025 um 1:09 a.m. Uhr #703
ChrisSpielerJake nickte langsam und mit mitfühlendem Gesichtsausdruck, als Marrow erzählte, wie es den Morlocks erging. Das Blip-Ereignis machte keinen Unterschied. Es war also klar, dass jeder Verluste zu beklagen hatte. Gleichzeitig war es erschreckend, dass man einen solchen Bericht inzwischen schon fast als erwartbar aufnahm. Doch obwohl Wave bereits eine derartige Antwort erwartet hatte, so hätte er sich gewünscht, dass sie ihm etwas anderes berichten würde. Dennoch: Der Optimismus der Morlocks war wohl kaum zu übertreffen. Es war klar, dass sie den Kopf nicht in den Sand steckten.
„Es fühlt sich immer noch so furchtbar unwirklich an“, meinte Jake und seufzte kurz. „Aber Du sagst es … wenn jemand mit einer solchen Krise umgehen kann, dann wohl ihr. Auch wenn das jetzt verdammt blöd klingt. Aber Du weißt, was ich meine.“
Sarah schwieg einen Moment aber teilte schließlich auch ihre persönlichen Gefühle mit dem reptilischen Mutanten. Etwas, was dieser durchaus als Zeichen des immer noch bestehenden Vertrauens wertete. Ja, sie hatten sich selten gesehen, seit Jake am Institut war. Doch manche Freundschaften kannten keine Distanz oder Unterbrechung. Sie waren so verwachsen, dass selbst die Zeit sie nicht auseinanderreißen konnte. Und widrige Umstände, in denen sich auch Jake damals befand, schweißten wohl sehr stark und nachhaltig zusammen.
Jake ließ ihre Worte merklich auf sich wirken. In seinem Gesicht sah man ein wenig Trauer. Der Grünling war jemand, der sehr genau in Worte und Sprache hineinhörte. Und auch viele subtile Dinge wie Stimmlage und Klang des Sprechens zu deuten wusste. Mit seiner Fähigkeit vermutlich kein Wunder. Doch genau das gab Worten noch einmal mehr Kraft, auf ihn zu wirken. Und die Worte der Mutatin waren wirklich tiefgehend. Sicher, es steckte irrerweise auch ein gewisser Optimismus und das Streben nach Hoffnung in ihrer Aussage, doch die Tatsache, dass man sich an Verluste gewöhnen musste. Es war schmerzhaft, sich dies auf der Zunge zergehen zu lassen.
Er schluckte kurz, suchte nun seinerseits passende Worte, die er entgegnen konnte.
„An Deiner Stärke hat sich nichts geändert, Marrow“, sagte er nach einem Moment des Schweigens. Mit ruhigem, leisen Tonfall. Der aber auch hörbar Respekt in sich trug. „Es ist furchtbar traurig, dass man sich … an so etwas gewöhnen muss. Aber es ist bewundernswert, dass es Dir so gelingt. Und dass Du den Kurs hältst, egal wie viel Dir in den Weg geworfen wird.“ Jake nickte kurz. Sein Gesicht neutral. „So habe ich Dich kennen gelernt und offenbar ändern sich manche Dinge nie. Aber pass‘ trotzdem auf Dich auf. Manchmal schieben wir solche Dinge tief in irgendeine Ecke, und eines Tages kommen sie dann doch geballt hervor, wenn die Ablenkungen einmal nicht mehr laut genug sind.“
Da sprach wohl ein wenig Erfahrung mit sich selbst. Und auch ihr gegenüber wollte er recht offen sein, weshalb er genau dies weiter ausführte. Etwas, was er bislang tatsächlich noch bei niemandem so direkt angesprochen hatte.
„Zumindest bei mir ist es so. Ich habe auch einiges weggeschoben nach dem Blip, bin jeden Tag für alle da, die mich brauchen. Mach‘ weiter so, als wäre nichts gewesen. Alltag … irgendwie zumindest. Auch wenn er anders ist und voller und trister, aber dennoch Alltag. Aber wenn die Gespräche verstummt sind und gerade nichts mehr zu tun ist, dann fängt es manchmal an, dass ich zu sehr an das denke, was ich nicht ändern kann. Und irgendwie zieht es einen doch oft herunter.“
Er seufzte kurz.
„Aber vielleicht sollten wir auch immer noch Hofnungsvoll sein, oder? Irgendwie kriegen wir doch alles wieder hin.“
Er verzog ein wenig das Gesicht. „Naja …“, wollte er dann jedoch mit dem Thema abschließen. „Jedenfalls tut es gut, dass wir uns wiedersehen.“, meinte er dann und schaffte es, dass sein Gesichtsausdruck wieder zu einem leichten Lächeln fand. „Ihr wart glaube ich an einem Informationsaustausch interessiert oder so?“
August 16, 2025 um 2:21 a.m. Uhr #673
ChrisSpielerWave nutzte den Moment der (fast) Einsamkeit in diesem abgelegeneren Bereich des Bahnhofes, um erst einmal tief durchzuatmen. So ein Tag in New York City fühlte sich für den Mutanten immer ein wenig stressig an. Nicht nur, weil er gerade seit dem Chaos des Blips immer auf der Hut sein musste, nicht irgendwelchen ‚bösen Buben‘ oder Mutantenhassern in die Arme zu laufen, sondern auch, weil all die Geräusche, all die Stimmen und all die Beschallung einer Großstadt von überall her für ihn nicht gerade eine Wohlfühlzone war. Auch wenn er seine Fähigkeit der Schallkontrolle nicht aktiv einsetzte, so schien sein Körper – oder vermutlich eher sein Gehirn – dennoch all die Eindrücke um ihn herum aufzunehmen und irgendwie zu verarbeiten. Eben so, dass er, wenn es nötig war, seine Kräfte auch direkt einsetzen konnte. Unterbewusst sorgte das natürlich für Stress und ließ ihn schneller ermüden. Und folglich war es auch kein Wunder, dass Jake ruhige Orte deutlich vorzog. Auch normale Menschen kannten wohl das Gefühl, dass sie nach einem Tag im Dauerlärm an einem ruhigen Ort plötzlich bemerkten, wie irgendein Druck von ihnen abfiel. Für den Reptilienmann war dieser Kontrast vermutlich um Längen deutlicher.
Vielleicht war auch das ein Grund dafür, warum er damals nicht dauerhaft in der Welt der Morlocks verbleiben wollte. Das Leben im Untergrund und im täglichen harten Überlebenskampf war alles andere als leise. Und das Verhalten von Schallwellen in Tunneln: Nun, sagen wir, was für die einen ein lustiges Echo war, das unzählige Male von Wänden abprallte, war für Jake eher ein Chaos, das er zwar eine Weile tolerieren und mitunter sogar beeinflussen konnte, aber auf Dauer und vor allem als eventueller Schlafplatz … nein, das wäre wohl nicht so gut.
Wie auch immer: Zu den Morlocks hatte er damals trotzdem einen guten Kontakt und auch Freundschaften aufgebaut. Und auch wenn die Lebenswege sich irgendwann auseinanderbewegten, so war der Kontakt nie ganz abgerissen. Und der gegenseitige Respekt definitiv auch nicht.
Jake drehte sich um, als er mitbekam, dass sich ihm jemand näherte. Und es dauerte keine Sekunde, bis sich ein freundliches Lächeln im Gesicht des Grünlings bildete, als er Marrow erkannte. Das war auch nicht so schwer. Die Mutantin alterte kaum. Sicher, auch sie sah inzwischen erwachsener aus als damals. Keine Frage! Aber man brauchte definitiv nicht viel Fantasie, sie wiederzuerkennen.
„Marrow!“, begrüßte er sie direkt und legte sich kurz seine Hand an seine Brust, um damit eine Geste der freudigen Begrüßung auszudrücken. Er wusste von damals noch, dass körperlicher Kontakt für Sarah nicht angenehm war und sie auch nicht gerne Hände schüttelte. Er hatte es nicht vergessen. „Ich habe auch gehofft, dass ich Dich heute wiedersehe.“ Ihm fiel seit dem Blip auch immer ein Stein vom Herzen, wenn er Personen, die er kannte, noch wohlauf wusste. Und das mit dem Mögen beruhte immerhin auf Gegenseitigkeit. Sie hatten früher oft gesprochen. Und damals hatte der Mutant wahrlich nicht viele Kontakte.
„Puh … echt komplizierte Frage mit dem Befinden in diesen turbulenten Zeiten“, meinte er und schmunzelte leicht, wurde aber schnell wieder ernster, als er zu einer offenen Antwort ansetzte. Jake war generell ein recht offener Zeitgenosse und gegenüber alten Freunden setzte er sich ohnehin keine Maske auf: „Ich bin noch da. Und körperlich geht es mir gut. Ich bin wohl einer derjenigen, der eher Glück hatte. Direkte Familie habe ich ja nur meine Mum und sie ist auch noch da. Das Institut kam vergleichsweise gut weg. Ein paar Freunde waren … allerdings betroffen. Es fällt mir noch schwer, das alles zu begreifen, aber ich bin niemand, der so leicht den Kopf in den Sand steckt“, berichtete er. „Vielleicht arbeite ich zu viel in letzter Zeit. Aber nein … alles in allem geht es mir ganz gut, danke.“. Er lächelte.
„Wie sieht es bei Dir aus? Und den Morlocks?“, fragte er sie. Er hoffte, dass die Einschläge bei den Morlocks auch nicht so dramatisch waren. Er wusste, dass sie insgesamt wie eine große Familie waren. Und insbesondere jeder von ihnen wichtige Aufgaben hatte, die kaum zu ersetzen waren. Ein Ereignis wie der Blip und die dadurch geänderte Situation in der Stadt traf die Morlocks vermutlich so hart wie kaum eine Gruppierung. Die neuen Zustände in den Großstädten rüttelten immerhin heftig an dem Fundament, auf dem die Morlocks ihr Leben errichteten.
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